Aksu Group Immibilien GmbH
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PCB Sanierung

PCB (Polychlorierte Biphenyle)

PCB ist eine synthetische Chemikalie aus der Gruppe der chlorierten aromatischen Kohlenwasserstoffe. Je nach Anzahl der Chlor-Anteile sind insgesamt 209 Einzelverbindungen möglich, die man als PCB - Kongenere bezeichnet. PCB entsteht durch Chlorierung von Biphenyl. Bei der Produktion entstehen je nach Chlorierungsstufe Gemische mit Chlorgehalten zwischen 21 und 69 %. Technische PCB-Gemische sind blassfarbene, mäßig bis hochviskose Flüssigkeiten und bestehen aus 50 bis 70 verschiedenen Kongeneren, von denen etwa 10 die Hauptmenge ausmachen. Die physikalischen Eigenschaften wie Flüchtigkeit werden durch den Chlorierungsgrad gesteuert. Handelsware enthielt zwischen 30 und 60 Gew.-% Chlor. PCB können aus Baustoffen und Bauteilen ausgasen und zu hohen Raumluftbelastungen führen.

Nach dem Sachbestand, ob einem Baustoff PCB bei der Herstellung gezielt zugesetzt wurde oder
ob infolge kontaminierter Raumluft PCB in Bauteile eingedrungen und gespeichert ist,
unterscheidet man zwischen Primär- und Sekundärquellen. Primärquellen sind Produkte,
denen PCB gezielt zur Veränderung ihrer Eigenschaften zugesetzt worden sind. Solche
Stoffe enthalten in der Regel > 0,1 Gew.-%, das entspricht einer Konzentration von
1000 mg/kg PCB. Sekundärquellen sind Bauteile oder Gegenstände, deren
Oberflächen die aus den Primärquellen ausgasenden PCB - Moleküle aus der
Raumluft aufgenommen haben.

PCB können über die Atmung, die Nahrung oder über die Haut aufgenommen
werden.

Umgang mit PCB-haltigen Produkten

Für den Umgang mit PCB-haltigen Produkten gelten spezielle Vorschriften hinsichtlich technischer, organisatorischer und personeller Schutzvorkehrungen, die Anforderungen regelt die PCB - Richtlinie und die BGR 128.

Die Abfälle aus PCB - haltigen Produkten mit einem Gehalt > 50 mg/kg sind gefährliche Abfälle und unterliegen besonderen Transport-und Entsorgungsrichtlinien.

Fundorte von PCB

Primärquellen: (Weichmacher und Flammschutzmittel)

  • In Fugenmassen, Kitten, Klebstoffen, Verguss- u. Spachtelmassen, Anstrichstoffen,
    Raumverkleidungen, Kabelummantelungen
  • Transformatorenöle, Schaltanlagen, Hydraulikanlagen und Kondensatoren

Sekundärquellen:

  • In allen Arten von Baustoffen und -materialien, Möbel und Textilien